Pressemeldungen

14.02.2011

Rundschau öffnete grün-gelbe Türen

Gewinner einer Rundschau-Aktion erlebten die erste grün-gelbe Backstage-Führung

 

Mit Wein und einem Orden empfangen

Von Stefan Volberg, 13.02.11, 22:13h

Sie kamen mit großen Erwartungen, und sie gingen reich beschenkt: Zehn Leser der Rundschau, die bei der Aktion „Die Rundschau öffnet Türen“ den tiefen, exklusiven Blick hinter die Kulissen einer Sitzung der Ehrengarde werfen durften.

KÖLN - Sie kamen mit großen Erwartungen, und sie gingen reich beschenkt: Zehn Leser der Rundschau, die bei der Aktion „Die Rundschau öffnet Türen“ den tiefen, exklusiven Blick hinter die Kulissen einer Sitzung der Ehrengarde werfen durften. Auf der Bühne des Gürzenichs wurden sie von Präsident Frank Remagen mit einem Glas Wein begrüßt und mit dem Orden der Ehrengarde bedacht, später mit dem Imbiss des Hauses verwöhnt und mit dem Jubiläumsbuch der Gesellschaft zum 100. Geburtstag beschenkt. Noch mehr Überraschungen hielt das Informationsprogramm bereit, das Pressesprecher Manfred Damaschke zu den Interna einer Sitzung vorbereitet hatte. Rundschau-Lokalchef Stefan Sommer hatte nicht zu viel versprochen, als er zu Anfang einen sehr interessanten Abend versprach.

Remagen erläuterte, wie sehr Karnevalssitzungen sich im Laufe der Jahre gewandelt haben. Bei der Veranstaltung der Ehrengarde unter dem Motto „Anno dazumal“ war es unlängst noch einmal wie früher zugegangen, als Büttenredner gerade mal zehn Minuten auf der Bühne verbrachten. „Heute hat sich ein Guido Cantz nach einer Viertelstunde gerade erst warmgelaufen.“

„Ich hätte eigentlich gleich hier bleiben können“, fand Leser Volker Schäfer: Er hatte keine 24 Stunden vorher bei der „Fracksause“ der Großen Kölner im Gürzenich gefeiert. Im Festsaal hat Maria Schneider schon oft gesessen, auf der Bühne gestanden aber noch nie. „Dürfen wir mal das Elferratsgestühl angucken?“, fragte sie. Nicht nur das: Sie durften sogar darin Platz nehmen, und Angela Berg setzte sich gleich auf den Sitz des Präsidenten. Als die Leser ein freudiges „Kölle Alaaf“ ausbrachten, wies Damaschke darauf hin, dass bei der Ehrengarde die Uhren etwas anders gehen: „Rubbedidupp“ heißt es da.

Heinz Müller kümmert sich (seit 38 Jahren!) darum, dass der Elferrat stets Kleinigkeiten zum Knabbern vorfindet, Christoph Obermann wienert vor der Sitzung immer das „Ratssilber“, das 1956 für den Durst gestiftet worden ist. Schatzmeister Alexander von Aesch gab Einblick in seine Arbeit, ehe es im Aufzug zu den Künstlerräumen ging.

18.15 Uhr: Das Foyer füllt sich langsam. Künstlerbetreuer und Archivar Heinrich Fleu erwartet die Leser und erläutert, was seine Aufgaben sind. Ehrenkommandant Schorsch Kerp (80), der 58 Rosenmontagszüge mitgeritten ist, stellt sich vor, ebenso Kammerverwalter Willi Brinkmann („ein echter Rheinländer aus Münster“). Damaschke informiert über Uniformen und deren Finanzierung oder über die Paten, die jeder Ehrengardist für seine Bewerbung braucht. „Muss man dazu Kölner sein?“, will Helmut Hoffmann wissen. „Nein“, ist die klare Antwort.

Kommandant Curt Rehfus gibt Auskunft über seine Arbeit, das Tanzpaar Stefanie Zander und Stefan Pätzold stellt sich vor, der Leiter der Kindertanzgruppe Dr. Dr. Rainer Broicher gibt Einblicke in seine Aufgaben. Allmählich treffen die Künstler ein. Hennig Krautmacher lobt: „Die Ehrengarde ist der einzige Verein, der den Künstlern immer Haribo-Konfekt anbietet“, Kollege Peter Werner verteilt Höhner-Rassel-Eier, Guido Cantz mischt sich ein: „Ich mein, dat wäre aber ne sehr ausgiebige Führung!“ Über Heinrich Fleu kann Willibert Pauels nur Gutes sagen: „Der Seligsprechungsprozess in Rom läuft schon.“ Ob Literat Stephan Klippel oder Alfred Tellenbach (Saalorganisation): Jeder verantwortliche Ehrengardist steht den Rundschau-Lesern Rede und Antwort. Am Ende ist Manfred Damaschke als Organisator des Abends mehr als zufrieden. Das kann er auch sein!